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Stiftungszweck
In ihrem
Testament vom 4. Dezember 1966 hatte Gertrud Hindemith bereits in groben
Zügen den Zweck einer Hindemith-Stiftung umrissen, die Aufbewahrung
und Auswertung des Nachlasses ihres verstorbenen Mannes sollte das wesentliche
Anliegen dieser Einrichtung ausmachen. Offensichtlich hatte Gertrud Hindemith
jedoch vermutet, dass die finanziellen Mittel einer solchen Stiftung nicht
ausreichen würden, um eine eigenständige Hindemith-Forschungsstätte
zu unterhalten, denn sie schlug vor, die Dokumente aus Hindemiths Leben
und Werk, die sie selbst bereits zusammengestellt hatte, einem Institut
zu schenken, das die Pflege der wertvollen Quellen übernehmen wollte. Die Stiftung ist bemüht - im Geiste
Paul Hindemiths die Musik zu fördern und zu pflegen, ganz besonders
die zeitgenössische Musik, Der Stiftungsrat erweiterte den Tätigkeitsbereich der Stiftung gegenüber
Gertrud Hindemiths Vorschlag um einen wesentlichen Faktor. Nicht allein
der wissenschaftliche Umgang mit dem kompositorischen und musiktheoretischen
Werk Paul Hindemiths wurde als künftige Aufgabe der Stiftung festgeschrieben,
sondern auch die Pflege der Musikpraxis sollte ein Anliegen der Hindemith-Stiftung
werden; schließlich begann Hindemith seine musikalische Laufbahn
als Geiger und Bratscher und gilt als einer der großen Virtuosen
des 20. Jahrhunderts.
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