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Geschichte der Stiftung Gertrud Hindemith hatte nicht allein die inhaltliche Gestaltung der Hindemith-Stiftung in ihrem Testament umrissen, sondern auch Namen von Persönlichkeiten genannt, denen sie die Verwaltung ihres Nachlasses anvertrauen wollte.
Nachdem Gertrud
Hindemith am 13. März 1967 in Vevey verstorben war, versammelte sich
dieser Freundeskreis im Dezember des Jahres, um die Grundlage einer Hindemith-Stiftung
gemeinsam in die Wege zu leiten und aus dieser Gruppe von Freunden einen
Stiftungsrat zu wählen.
Arno Volk, den Gertrud Hindemith selbst um Unterstützung gebeten hatte, wurde bei dieser Sitzung zum Präsidenten der Stiftung gewählt, als Vizepräsident stand ihm Karl Schober zur Seite, ein Verwandter Gertrud Hindemiths. Gemeinsam mit Hindemiths Nachlassverwalter Marius Décombaz, Heinrich Straumann, ein Kollege Hindemiths an der Universität Zürich, und Philipp Mohler, Leiter der Musikhochschule Frankfurt/M., bildeten sie den ersten Stiftungsrat der Hindemith-Stiftung. Als Sitz der Stiftung wurde Blonay gewählt, der letzte Wohnort der Hindemiths.
Nachdem Andres Briner (Zürich), ein Schüler Paul Hindemiths, der ebenfalls auf der Liste der Freuden genannt war, Heinrich Straumann im Dezember 1968 als Mitglied des Rates abgelöst hatte, prägte dieses Gremium die Arbeit der Hindemith-Stiftung in unveränderter Besetzung über 15 Jahre hinweg, erst der Tod Philipp Mohlers konnte die Kontinuität in der Zusammenarbeit unterbrechen. In diesem Zeitraum wurde in Frankfurt/M. das Hindemith-Institut als wissenschaftliche Forschungsstelle eröffnet und in Blonay das Chalet Lacroix erworben und zum Hindemith-Musikzentrum ausgebaut.
Mohlers
Nachfolger an der Musikhochschule Frankfurt/M., Hans-Dieter Resch übernahm
im Februar 1983 auch dessen Aufgaben in der Hindemith Stiftung. Arno Volk
übergab aus gesundheitlichen Gründen zunächst am 1.
Oktober
1985 das Amt des Präsidenten an Andres Briner, und wurde, nachdem
er nur ein Jahr später verstorben war, durch Andreas Eckhardt im
Stiftungsrat ersetzt, Volk selbst hatte ihn dazu vorgeschlagen. Nach diesem
Wechsel, der durch den Tod zweier Gründungsmitglieder bedingt wurde,
arbeitete der Stiftungsrat erneut über eine Periode von nahezu 10
Jahren in unveränderter Besetzung. Der ersten Arbeitsphase der Hindemith-Stiftung,
die durch eine erste Realisierung des Stiftungsgedankens geprägt
war, folgte nun Periode der Stabilisierung und des Ausbaus der beiden
Institutionen in Blonay und Frankfurt.
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